7 Gründe, warum ich eine Rabenmutter bin

Sind wir nicht alle ein bisschen Rabenmutter? Haben wir nicht alle unsere kleinen Geheimnisse, Tricks oder einfach nur unsere eigenen Bedürfnisse?
Birgit von Muttis Nähkästchen hat zu einer Blogparade zu diesem Thema aufgerufen. Ich freue mich sehr – meine erste Blogparade! Und dann noch dazu so ein heißes Thema unter uns Müttern!

Ich habe mich ja bereits in meinem Artikel „Bin ich eine Rabenmutter?“ dieser Frage gestellt. Dabei drehte sich alles um meinen beruflichen Wiedereinstieg nach der Karenz.
Heute fallen mir noch ein paar mehr Gründe ein, die mich zur überaus liebenden, sorgenden, lustigen und liebevollen Rabenmutter machen. Hättet ihr übrigens gewusst, dass Raben sich äußerst aufopferungsvoll um ihre Jungen kümmern?

 Ich nutze die Toilette als „Me-Time“

Meine Tochter ist bald drei Jahre alt. Ich kann endlich wieder alleine auf die Toilette gehen! Und wenn ich mein Handy dabei habe, kann es durchaus länger dauern, wenn ich auf Facebook oder Instagram surfe oder auch noch schnell ein Mail schreibe. Und ich gestehe, manchmal brauch ich auch einfach nur fünf Minuten für mich allein…

Im Auto ist leider immer das Handy kaputt – meine kleinen Notlügen

Derer gibt es viele, mit Kleinkind machen sie das Leben manchmal ein kleines bisschen leichter. Aber gut, ein bisschen schlechtes Gewissen habe ich dabei:
Im Supermarkt gibt es heute leider keine Gummibärli mehr. Die haben schon andere Kinder gekauft (und der Süßigkeiten-Gang wird konsequent umfahren)
Leider geht das Karussell im Q19 heute nicht (ich möchte jetzt schnell einkaufen und nach Hause)
Der Spielplatz ist leider total nass, wir können heute nicht hingehen (wenn ich einfach keine Lust darauf habe)
Das Handy ist leider kaputt (wenn meiner Tochter im Auto langweilig ist und sie Fotos anschauen will. Sie verschickte nämlich schon Nachrichten…)
Liste beliebig erweiterbar. Ich wette, jeder Mama fallen hier noch weitere kleine Mama-Notlügen ein…

Ich bin keine Spielplatz-Mama

Ich wäre viel lieber im Wald oder auf der Wiese. Ich würde mit meiner Tochter gern herumlaufen, Blumen pflücken, Käfer betrachten, Schmetterlinge jagen und einfach nur die Natur genießen!
Mitten in Wien ist diese aber doch eher schwierig zu finden. Daher bleiben uns Spielplätze, um frische Luft zu bekommen und uns auszutoben. Gut, ich mag Schaukeln, ich mag Sandkisten, ich mag Wege zum Laufradfahren. Was ich nicht mag, sind andere Mütter, deren Vergleiche, deren Kommentare, deren Verhalten, deren Gespräche…

Unser Essen ist nicht immer bio, ganz selten vegan, aber meistens recht gesund

In unserer Jausenbox gibt es auch Quetschies, Müsliriegel oder Salzbrezen. Unser Obst und Gemüse ist nicht immer Bio. Wir essen auch Fleisch und unsere Tochter liebt Salami. Wir essen sehr gern vegetarisch, aber vegan wäre gar nichts für uns. Ich habe viele gesunde Alternativen daheim stehen – Süßlupinenmehl, Birkenzucker, Dinkelvollkornmehl – aber noch nicht ausprobiert.
Eine kleine Anekdote:
Wir wollten vor kurzem mit unserer Tochter gemeinsam Pizza machen, alles selbst zubereitet. Ihr einziger Kommentar lautete „kommt heute der Pizzamann?“ und sie wollte nicht einmal kosten. Tja, der Versuch des gemeinsamen Kocherlebnises war gescheitert, unsere Lieferpizzeria des Vertrauens wird das nächste Mal wieder angerufen.

Bisserl Ruhe bitte – unsere Tochter hat ihr eigenes Tablet

Und ja, sie darf es benutzen und es ist dann herrlich ruhig. Die Medienzeit ist beschränkt und wenige, ausgewählte Videos (derzeitiger Hit Peppa Wutz und Feuerwehrmann Sam) sind am Tablet gespeichert. Das Interesse am Tablet kommt in Wellen, mal ein paar Tage ganz stark, dann wieder wochenlang gar nicht.

Ich wär gern mehr allein daheim

Ich war schon immer jemand, der gern Zeit mit sich selbst verbringt und dem mit sich nicht langweilig wird. Ich genieße meine Abende wenn mein Partner beruflich unterwegs ist und meine Tochter schläft, wo ich Musik hören, lesen, schreiben, Filme schauen oder einfach nichts tun kann. Einfach für mich alleine! Niemand da, der etwas von mir will – einfach nur ICH!

Ich genieße die Zeit mit meinem Kleinkind so viel mehr als mit meinem Baby

Eine liebe Freundin erzählte mir einmal: „Weißt du, ich hab mein Kind von Anfang geliebt, aber so richtig viel wurde es dann, als die Interaktion begann“. Und das kann ich voll und ganz unterschreiben! Ich war eine begeisterte Still-Mama, Trage-Mama, Kuschel-Mama. Aber jetzt, mit einem Kleinkind, das sprechen kann, interagieren kann, mobil ist – ist es so viel lustiger, inniger, spannender, unterhaltsamer und lehrreicher! Das erste Mal „Mama, dich auch lieb“ ist doch das schönste, was wir Mamas hören können!

Was ist mit dir, liebe Leserin? Was qualifiziert dich als Rabenmutter? Ich bin neugierig!

(Foto: unsplash.de)

2 Gedanken zu “7 Gründe, warum ich eine Rabenmutter bin

  1. Rena schreibt:

    Wenn die Kinder dann älter werden, kommt da noch einiges dazu.
    4 von 5 Geschichten, die mit „today in school“ beginnen, langweilen mich zu Tränen.
    Tanzaufführung von 5jährigen: ich hasste es, 12 unkoordinierte Tänze von nasenbohrenden Kindern zu beklatschen, um mein Kind dann 2 Minuten außer Takt auf der Bühne rumstehen zu sehen.
    Und… es ist mir sowas von egal, welches dumme kleine Plastik Spielzeug zum Sammeln du in irgendeinem YouTube „unboxing“ Video gesehen hast und unbedingt haben musst.
    Und trotz alledem liebe ich es Mama einer Großen zu sein…

    Gefällt 1 Person

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